5 Business WLAN Access Points im Test. Wer ist 2018 Testsieger?

Testziel: Welcher Access Point liefert die beste Videostreaming Leistung in einer Umgebung mit vielen Clients?

In der Vergangenheit lag der Fokus bei Tests von Wettbewerbsprodukten tendenziell auf den Durchsatz aggregierter Daten und der Belastung der APs durch Dateiübertragung. Doch die heute gängige Praxis zeigt das APs mit Videodatenverkehr und hoher Client-Dichte beansprucht werden.

Wegen der hohen Bandbreite, die Videoanwendungen beanspruchen, wirken Sie sich im Unterschied zu anderen Datenanwendungen wie E-Mail oder Browsing unmittelbar auf die Qualität der Nutzererfahrung aus.

Denn ob das Herunterladen eines E-Mail-Anhangs einige Sekunden länger dauert oder nicht, wird dem Benutzer kaum stören. Eine stockende Videowiedergabe hingegen schon. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit schlechter Videoqualität in Umgebungen mit hoher Client-Dichte, wie z.B. in Hotels, Retail, Stadien, Städte WLAN, Bahnhöfen und Großraumbüros.

Wie Videos den Datenverkehr in Netzwerken von heute mehr und mehr dominieren, zeigt der Cisco Visual Networking Index:

  • Der globale auf IP basierende Videodatenverkehr wird im Zeitraum von 2016 bis 2021 um das Dreifache ansteigen, was eine Wachstumsrate von 26 Prozent bedeutet. Der im Internet übertragene Videodatenverkehr wird sich von 2016 bis 2021 vervierfachen. Das ist eine Wachstumsrate von 31 Prozent.
  • Der Geschäftsdatenverkehr in IP-Netzwerken wird von 2016 bis 2021 mit einer Rate von 21 Prozent wachsen. Infolge der gestiegenen Nutzung fortschrittlicher Videokommunikation im Unternehmenssegment wird der IP-Geschäftsdatenverkehr zwischen 2016 und 2021 um den Faktor 3 zunehmen.

Informationen aus dem aktuellen Ericsson Mobility Report2:

  • Prognosen zufolge wird der mobile Videodatenverkehr bis zum Jahr 2022 jährlich um rund 50 Prozent wachsen und dann nahezu drei Viertel des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen.
  • In der zweiten Hälfte von 2016 lag der Anteil des mobilen Videodatenverkehrs für Tablets bei nahezu 60 %.

Welche Hersteller mit welchen Access Point standen im Wettbewerb?

Um möglichst reale Bedingungen zu schaffen, wurden Access Points aus dem mittleren Leistungssegment mit 802.11ac Wave 2 3x3:3 ausgewählt. Bei Herstellern, die kein 3x3:3 AP-Modell anbieten, wurde das nächsthöhere Modell verwendet.

Als Testgeräte wurden Chromebooks mit den Funkspezifikationen 2x2:2 802.11ac ausgewählt. Sie stehen stellvertretend für eine große Palette an gängigen Wireless-Geräten in WLAN-Umgebungen mit niedriger bis mittlerer Dichte und liegen in einem bezahlbaren Preissegment. Auch in primären und sekundären Bildungseinrichtungen sind Chromebooks weit verbreitet, sodass die Testreihe für diese Umgebungen besonders relevant ist. Zur Einspeisung von Nicht-Videodaten in das Netzwerk wurden Apple Mac Minis verwendet.

HerstellerAP/ControllerSoftware VersionMIMO-Typ

Cisco

1850i mit 5508

8.3.102.0

4x4:4 11ac

Meraki

MR42

Cloud

3x3:3 11ac

Aerohive

AP250

HiveOS 8.0r1 build-161337

3x3:3 11ac

Aruba

AP-305 mit 7205

6.5.1.2

3x3:3 11ac

Ruckus

R610 mit SZ100

3.5.0.0.832

3x3:3 11ac

Testergebnis:

Als einziger Anbieter war Ruckus in der Lage verzögerungsfreies Video-Streaming an 60 Clients zu liefern und außerdem zu realisieren gleichzeitig Netzwerkdaten laden zu können. Kein anderer Anbieter konnte diese Leistung auch nur annähernd liefern. Lediglich ein weiterer Anbieter war in der Lage zumindest mit einem unbelasteteten Netzwerk, verzögerungsfreies Video-Streaming an 60 Clients zu ermöglichen.

Flüssige Videostreams
Aggregierter Datendurchsatz

Quellen:

"Vergleich der Client-Dichte und Videoleistung von 802.11ac Access Points im Midrange-Bereich", Divergent Dynamics, September 2017
"Cisco Visual Networking Index: Forecast and Methodology, 2016–2021", Cisco Systems Inc., September 2017
"Ericsson Mobility Report November 2017", Telefonaktiebolaget LM Ericsson, November 2017
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