Ihr WLAN-Projekt – Teil 3: Dokumentation der Anforderungen

Heute geht es um einen scheinbar trockenen formalen Bestandteil Ihres WLAN-Projekts – die Dokumentation Ihrer Anforderungen. Doch dieser Schritt macht die Professionalität aus. Welche Vorteile konkret aus einer guten Dokumentation der Anforderungen entstehen zeigen wir in Teil 3 unserer Serie.

Was erfassen wir in dieser Zwischendokumentation

Aus Teil 1 – Erhebung der Anforderungen unter Anderem:
Anzahl Nutzer, Dienstklasse (Mbit/s/Client), Echtzeitanwendungen, Outdoor APs, Controllervariante und Größenordnung der Access Points
Aus Teil 2 – Erhebung der Infrastruktur unter Anderem:
Vorhandener/nötiger Internetanschluss, Backbone-Geschwindigkeit, Größenordnung der Switches, nötige Verkabelung, Stromversorgung

Gute Dokumentation spart Geld und verhindert Missverständnisse

Aus unseren Erhebungen in Teil 1 und 2 haben wir alle Rahmenbedingungen für Ihr WLAN-Projekt zusammengestellt. Doch wie bei jeglicher Kommunikation besteht nun auch hier die Gefahr, dass wir etwas falsch verstanden haben, oder dass Sie in der Beschäftigung mit dem Thema noch auf neue Ideen gekommen sind, welche die Anforderungen verändern. Wenn dann alle Anforderungen noch einmal weiß auf schwarz vor einem liegen, fallen solche Dinge auf und können noch leicht nachgebessert werden. Später ist das schwerer möglich. Wie in anderen komplexen Projekten auch, ist die Behebung von Planungsfehlern in einer späteren Projektphase immer um ein Vielfaches aufwendiger und teurer als eine etwas ausführlichere Planung. Ein kleines Beispiel:

In einer Bildungseinrichtung sollten wir WLAN flächendeckend planen. In diesem Dokumentationsschritt hatten wir auf Basis der bisherigen Gespräche festgestellt, dass Digital Whiteboards und die Rechner der Dozenten mit WLAN versorgt werden sollten. Die Beschäftigung mit dem Thema WLAN weckte in der Einrichtung Begehrlichkeiten und das pädagogische Konzept wurde um alle Lernenden erweitert. So wurde aus einem WLAN für 12 Lehrkräfte und 10 Whiteboards auf einmal ein WLAN für über 250 Nutzer und noch mehr Endgeräte. Das hat Einfluss auf die Wahl der Access Points und den Ausbau der Infrastruktur. Ein späteres Nachrüsten der zu klein dimensionierten Lösung wäre nur durch Komplettaustausch möglich gewesen. Durch gute Dokumentation konnte das vermieden werden.

WLAN – Leistungsverzeichnis für Ausschreibungen
Die Dokumentation in diesem Projektschritt bildet auch schon die Grundlage für ein Leistungsverzeichnis einer eventuellen Ausschreibung. Es kann schon abgeschätzt werden, welche Verwaltungs-Variante verwendet wird und welche Geräteklassen zum Einsatz kommen werden. Genaue Positionierungen und die Anzahl an Access Points folgen in kommenden Schritten.

Mit Teil 1 bis 3 ist die Kennlernphase abgeschlossen. Wir haben Ihre Umgebung kennengelernt und Sie haben uns bestätigt, dass wir Ihre Anforderungen richtig verstanden haben. Nun geht es an das konkrete Design des WLANs. Wohin kommen die APs, um Ihre Anforderungen zu erfüllen? Die Antwort darauf gibt es nächste Woche in Teil 4 unserer Serie.

Blogartikel zum Weiterlesen
Beratungsangebot wlanport - Sicherheit auf dem Weg zum Kauf

Beratungsangebot wlanport - Sicherheit auf dem Weg zum Kauf

Expertise zum zukaufen - WLAN-Beratung vom Profi
Ihr WLAN-Projekt – Teil 2: Erhebung der Infrastruktur

Ihr WLAN-Projekt – Teil 2: Erhebung der Infrastruktur

Das beste WLAN nützt nichts, wenn die dahinter liegende Infrastruktur unzureichend ist. - Artikelserie zu WLAN-Projekten und deren Planung - Teil 2 von 10