Was bedeutet Duplex Datenübertragung im WLAN?

Grundlegend spricht man von Duplex-Datenübertragung, wenn gleichzeitig Datenpakete empfangen sowie versendet werden können. Es gibt Standards wie die Datenübertragung abläuft. Hier wird zwischen Halbduplex (Half-Duplex) und Vollduplex (Full-Duplex) Übertragung unterschieden.

Von Vollduplex Übertragung wird gesprochen, wenn beide miteinander in Verbindung stehenden Sender und Empfänger, gleichzeitig auf ein und demselben Frequenzbereich Daten empfangen und auch gesendet werden können. Dieser Übertragungsweg steht im WLAN Bereich nicht zur Verfügung.

Bei einer Halbduplex Übertragung von Daten handelt es sich auch um eine bidirektionale Datenübertragung, mit dem Unterschied, dass Daten zum jeweiligen Zeitpunkt immer nur in eine Richtung übertragen werden. Diese Art der Datenübertragung ist der Standard im WLAN.

Da WLAN grundsätzlich ein Shared-Medium ist, würden sich bei einer Vollduplex-Übertragung die Übertragungssignale überlagern. Das heißt der für das senden und empfangen genutzte Frequenzbereich ist zum jeweiligen Zeitpunkt besetzt und steht für die Übertragung eines anderen bzw. weiteren Datenpaketes solange nicht zur Verfügung, bis die Übertragung abgeschlossen ist.

Um die begrenzten Frequenzbereiche besser auszunutzen stehen im WLAN verschiedene Standard Betriebsarten wie 802.11b/g und 802.11n im Frequenzbereich 2,4 GHz sowie 5 Ghz sowie 802.11ac auf 5 GHz zur Verfügung. Diese Standards regeln die verfügbaren Kanäle und deren Verwendung. Wer sein WLAN optimieren will, sollte sich demnach mit der Kanalplanung beschäftigen. Je nach verwendeten Standards sind entsprechende Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. In Umgebungen mit 802.11b können Datenübertragungsraten bis zu 11Mbit/s, bei 802.11g bis 54 Mbit/s, bei 802.11n 450 Mbit/s sowie bei 802.11ac max. etwa 1,7 Gbit/s erreicht werden.